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Seit der zweiten Hälfte der 80’er Jahre befasst man sich parallel zum beginnenden Aufschwung der Windenergie intensiver mit
rechnerischen Verfahren zur Prognose von Winderträgen. In diesen Zeitraum fällt beispielsweise die Entwicklung des
Prognosemodells Windatlas und der zugehörigen Software WAsP durch das dänischen Forschungslabor RISÖ im Rahmen eines Projektes
der Europäischen Gemeinschaft.
Die zur Umsetzung der Windatlas-Methode entwickelte Software WAsP kann zum einen für die Ermittlung von Windpotenzial an
möglichen Standorten für die Nutzung der Windenergie genutzt werden. Gemäß der Windatlas-Methode werden hierbei die Einflüsse
durch Hindernisse und Geländerauhigkeiten sowie Orographie berechnet. Hierbei werden üblicherweise Hindernisse in einem Umkreis
von etwa 1,2 Kilometer um jeden WEA Standort berücksichtigt, der Radius für das Orographiemodell beträgt etwa 10 Kilometer und
der Radius für das Rauhigkeitsmodell etwa 25 Kilometer.
Zum anderen kann WAsP auf Basis derselben Modelle verwendet werden, um Geländeeinflüsse aus bestehenden Windmessungen zu
eliminieren. Auf diese Weise ist es möglich, aus einer Windmessung einen Windatlas für die entsprechende Region zu erzeugen.
Das Programm ist seit seinem Erscheinen erheblich weiterentwickelt worden. Insbesondere die Fähigkeit zur Verarbeitung
komplexer Orographiedaten wurde erheblich erweitert.
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