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Methode und Ausführung von Windmessungen

Auf Grund der nötigen Genauigkeit ist bei Windmessungen zur Aufstellung von Windkraftanlagen auf folgende Punkte besonderes Augenmerk zu legen:

  • Verwendung von geeigneten Windrichtungsgebern und geeichten Anemometern.

  • Vermeidung von Schräganströmung der Messinstrumente und Windschatten durch den Messaufbau.

  • Auswahl eines geeigneten Standortes in der Nähe des geplanten Windparks auf einer möglichst Hindernis freien Fläche.

  • Korrekte Installation der Anemometer in geeigneten Messhöhen.


Die besten Prognoseergebnisse erhält man bei Windmessungen in Nabenhöhe einer zu errichtenden Windkraftanlage. Dies ist bei den heute üblichen großen Nabenhöhen allerdings sehr aufwendig und kostspielig, außerdem steht die Nabenhöhe der Windkraftanlagen zu Beginn der Messungen üblicherweise noch nicht fest. Deshalb werden Windmessungen in niedrigerer Höhe ausgeführt und die Windgeschwindigkeit in Nabenhöhe später errechnet. Dazu ist es nötig, in mindestens zwei Höhen die Windgeschwindigkeit zu bestimmen. Aus den Messwerten erhält man Rückschlüsse auf die Geländebeschaffenheit (Rauhigkeit) und kann ein Höhenprofil der Windgeschwindigkeit des Standorts erstellen.

Um verlässliche Aussagen zu erhalten sollten die Windmessungen über längere Zeiträume erfolgen, mindestens jedoch über ein Jahr. Ein entscheidender Punkt bei der Aufbereitung ist die Herstellung des Langzeitbezugs. Während Messdaten am Standort üblicherweise nur für einen kurzen Zeitraum erhoben werden, ist im Windgutachten die Kenntnis eines vieljährigen Mittelwertes erforderlich. Dies wird üblicherweise damit erreicht, dass die Messdaten mit Hilfe einer Langzeitdatenquelle und sogenannten MCP (Measure Correlate Predict) Verfahren auf den Langzeitzeitraum projiziert werden. AL-PRO hat ein Verfahren entwickelt, dass herkömmlichen linearen MCP Verfahren weit überlegen ist und üblicherweise zu einer deutlich höherer Genauigkeit der Langzeitprojektion führt. Das Verfahren arbeitet auf der Basis neuronaler Computernetze, die auch komplexe und nicht-lineare Zusammenhänge zwischen den Datenreihen erkennen können. Zudem können bis zu 4 Langzeitdatenquellen gleichzeitig für die Projektion verwendet werden.
(Long Term Correlation of wind measurements using neural networks)
 

 

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